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PET

Seit 1993 befasst sich die Poly Recycling mit der industriellen Aufbereitung von PET-Getränkeverpackungen zu hochwertigen PolyPET Flakes. Ein jährliches Wachstum von 20 - 30 % führte 1998 zu einer Jahreskapazität von rund 30 kt. Dies entspricht fast 3 Mia. alten PET-Flaschen welche recycliert wurden!

Trotz dieser Erfolge ist das Potential der PET Flakes noch weitgehend unentdeckt. PolyPET vereint die ausgezeichneten Eigenschaften von PET mit einem günstigen Preis zu einem hervorragenden Angebot.

Der hohe Reinheitsgrad im ppm-Bereich erfordert eine mehrstufige, technologisch aufwändige Aufbereitung. Dank der langjährigen Recyclingerfahrung verfügt die Poly Recycling über das Know-how, den Prozess auf verschiedenste Rohstoffqualitäten und Anwendungen einzustellen. Zu diesem Zweck sind mehrere automatische Detektoren und Anlagen zur Trennung und Kontrolle installiert. Ziel unserer Entwicklung ist ein Reinheitsgrad, der es erlaubt, unsere Produkte in direkten Lebensmittelkontakt zu bringen.

Nebst den Standardqualitäten können Spezifikationen auch individuell abgestimmt werden. Die Variablen sind Farbe, Reinheit, Viskosität und Schüttgewicht. Alle PolyPET Qualitäten werden gemäss genauen Spezifikationen ausgeliefert.

PolyPET wird verwendet für die Herstellung von Fasern, Folien, Flaschen, und Verpackungsbändern wie auch für Engineering-Compounds. Faseranwendungen sind z.B. Fleecejackets, Schlafsack- und Kissen-Füllungen oder Sportschuhe. Typische Folienanwendungen sind auch Blister, Schokolade- und Blumenverpackungen. Weitere Anwendungen finden sich bei Shampoo- und Getränkeflaschen. Dank nachgeschalteter Veredelung können auch Lebensmittelverpackungen mit PolyPET hergestellt werden.

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Flakes

PET-Flakes sind gewaschene und gehäckselte PET-Flaschen. Um vergleichbar hohe Anforderungen wie der Primärkunststoff zu erfüllen, durchlaufen sie verschiedene Vorsortierungen und nachfolgende physikalisch-chemische Nassprozesse (z.B. Schwimm-Sink-Verfahren, Heisswäsche oder Laugenbäder). Mit diesen Verarbeitungsschritten werden Verpackungsfolien, Getränkereste und andere lösliche Verunreinigungen entfernt und das Material erfüllt die geforderten Normen.

Für den Einsatz der rezyklierten PET-Flakes stehen folgende Anwendungsgebiete zur Verfügung:

  • Lebensmittelverpackungen inkl. Getränkeflaschen
  • Verpackungen für kosmetische Produkte oder Reinigungsmittel (PET weist eine hohe chemische Beständigkeit auf)
  • Verpackungsindustrie allgemein (z. B. Folien, Behälter, Umreifungsbänder)
  • Bekleidungsindustrie (hier unter dem Namen „Polyester“ bekannt)
  • Autoindustrie für z. B. Airbags, Sicherheitsgurte, Isolationsmatten, Luftfilter
Flakes-galerie
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Granulat-galerie
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Granulat

Aus den PET-Flakes lässt sich durch Extrusion neues PET-Granulat gewinnen. Dieses weisst anschliessend vergleichbare chemische und physikalische Eigenschaften wie der Primärrohstoff auf. Vor der Extrusion werden die Flakes im Vakuumtrockner bei 130 bis 180 °C während rund sechs Stunden getrocknet und aufkondensiert (entgast). Im Extruder werden die Flakes aufgeschmolzen, gepresst und zu Strängen (Spaghetti) geformt. Diese werden im Wasserbad kurz abgekühlt und danach zerkleinert. Mit einem zusätzlichen Veredelungsschritt werden die Eigenschaften des PET-Granulates weiter verbessert. Bei diesem Veredelungsschritt wird das feste Granulat kristallisiert und in der so genannten Feststoffkondensation erhitzt. Hierbei wird die Länge der Molekülketten durch weitere Verbindungen nochmals vergrössert. Für eine weitere Verbesserung der Fliessfähigkeit, der intrinsischen Viskosität, kurz IV genannt, kommt die „Solid State Polycondensation“, kurz SSP, zum Zug. Auch aus PET-Granulat können die verschiedensten neuen Güter hergestellt werden. Das Spektrum entspricht demjenigen der PET-Flakes. Da die Granulate nach den Anforderungen des Bestellers (z.B. Fliessgeschwindigkeit, Maschenweite der bei der Produktion verwendeten Filter) produziert werden, stehen bei PET-Granulaten spezifischere Möglichkeiten offen. Diese sind von Kunde zu Kunde unterschiedlich.PET wird bei 250 °C formbar und lässt sich als zähflüssige Masse in nahezu jegliche erdenkbare Form bringen. Getränkeflaschen sind ein beispielhaftes Anwendungsgebiet dafür. In einem ersten Schritt werden Vorformlinge (Preforms) bereits mit den fertigen Schraubgewinden hergestellt. Erst kurz vor dem Abfüllen werden diese Vorformlinge bei einer Temperatur von 100°C erweicht, mit Druckluft gestreckt und anschliessend in die gewünschte Flaschenform geblasen (Streckblasprozess). Ähnlich einfach stellt sich die Herstellung von Folien oder Behältern dar. Hierfür wird die PET-Schmelze durch Schlitzdüsen gepresst und mit Hilfe von Walzen in die endgültige Form gebracht.

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Glossar

Glossar
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Chemisches Recycling

Rohstoff-Recycling. Gebrauchte Kunststoffe werden in «synthetisches Rohöl» oder andere petrochemische Grundstoffe zurückgeführt. Aus diesen neuen Rohstoffen lassen sich wiederum neuwertige Kunststoffe herstellen. Verfahren, das in der Poly Recycling nicht angewendet wird.

Duroplaste

Ausgehärtete Kunststoffe, die sich bei Temperaturänderungen nur minimal verändern (Polyurethan, Epoxid).

Elastomere

Formfeste, aber elastisch stark verformbare Kunststoffe.

Extrudieren

(extrudere=heraustreiben) In einem beheizten Zylinder dreht sich eine Schnecke, welche die Formmasse nach vorn fördert, verdichtet, plastifiziert (aufschmilzt) und homogenisiert (homogenes=gleichmässig). Vor den Schneckenzylinder ist ein Werkzeug gesetzt. Dieses gibt der plastisch austretenden Masse die gewünschte Form: z.B. Folien (Blasfolien-Extrusion), Profile, Regranulate, Rohre.  Verfahren, das von der Poly angewendet wird.

Kunststoffe

Werkstoffe aus sehr grossen und sehr langen Molekülen (das Hintergrundbild dieser Seite zeigt ein solches Molekül). Sie entstehen durch chemische Umwandlung von Naturprodukten wie Erdöl oder auch vollsynthetisch. Ihre Eigenschaften beruhen in erster Linie auf dem strukturellen Aufbau und erst in zweiter Linie auf der chemischen Zusammensetzung.

Monomere

Kleine, in der Regel sehr reaktionsfähige Moleküle, die sich zu Polymerisaten verbinden können.

Polyethylen

Aus Ethylen hergestelltes Polymerisat. Man unterscheidet Polyethylen hoher Dichte und Polyethylen niedriger Dichte. Ein bedeutender, vielseitig einsetzbarer Kunststoff.

Polymerisat

Substanzen, die durch Polymerisation aus Monomeren gewonnen werden.

Polymerisation

Eine chemische Reaktion, die zum Aufbau von sehr grossen Molekülen führt.

Polypropylen

Aus Propylen durch Polymerisation hergestellter Kunststoff.

Polystyrol

Aus Styrol durch Polymerisation hergestellter Kunststoff.

Polyvinylchlorid

PVC, hergestellt durch Polymerisation von Vinylchlorid. PVC ist ein bedeutender thermoplastischer Kunststoff, der in der Poly allerdings nicht rezikliert werden kann.

Pyrolyse

Thermische Zersetzung (Kracken) von chemischen Stoffen, z.B. Erdöl.

Recycling

Wiederverwertung von Erzeugnissen durch stoffliches Recycling, chemisches Recycling oder thermisches Recycling.

Stoffliches Recycling

Werkstoff-Recycling, Material-Recycling, Downcycling. Das Umschmelzen gebrauchter Kunststoffe zu wiedereinsetzbarem Granulat. Daraus lassen sich Produkte aus rezyklierten Kunststoffen mit hervorragenden technischen Eigenschaften herstellen. Die Poly Recycling ist einer der führenden Werkstoff-Recycler in Europa.

Thermisches Recycling

Energie-Recycling. Kunststoffe, die nicht wiederverwertbar sind, können thermisch genutzt werden. In einem Kilogramm Kunststoff steckt der gleiche Energiegehalt wie in einem Kilogramm Heizöl. Die thermische Verwertung kann in Industriebetrieben als Ersatz für Kohle oder Heizöl oder in Kehrichtverbrennungsanlagen erfolgen.

Thermoplaste

Thermoplastische Kunststoffe fliessen beim Erwärmen und erstarren beim Abkühlen (PET Polyethylen, PVC, etc.).
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